die verlorene Tochter kehrt zurück ^^

Ja, schaut mal an, mich gibt es noch. 

Ohne große Entschuldigungs-Floskeln (die kennt ihr ja von den letzten Bloglöchern noch zur Genüge) möchte ich dieses Jahr mal wieder aktiver hier werden. Zu berichten gibt es einiges und den Anfang mache ich mit diesem Bild, dass ich für die Schule zeichnen musste. Thema war ‚Interieur‘ mit Schwerpunkt ‚Badezimmer‘. Gibt Leichteres, aber Augen zu und durch… ok, ich hab gemogelt und hatte die Augen beim Zeichnen auf, aber verratet es keinem. 

Nun ja, Picasso oder van Gogh wird aus mir nicht, aber privat gefällt mir Lichtenstein sowieso besser. Vielleicht widme ich mich dieser speziellen Kunst ja beim nächsten Projekt, aber hier habe ich mich auf Zeichenkarton und Acrylfarben beschränkt.

Dies soll einen Duschkopf im Hintergrund darstellen und vorne seht ihr eine beschlagene Glaswand mit perlenden Wassertropfen.
Hmm, so absolut selbstkritisch, wie ich ja durchaus bin, muss ich mir wohl eingestehen, dass ich an der Tiefenwirkung arbeiten muss. Man erkennt die unterschiedlichen Ebenen nicht und die Wassertropfen hängen erstens scheinbar in der Luft und haben zweitens eine gewisse Ähnlichkeit mit Luftblasen.
Nichts desto trotz bin ich tierisch stolz auf mein Werk. Es ist fast alles frei Hand gezeichnet und mir gefällt vor allem die Struktur der Farbe.

Was sagt ihr denn dazu? Ich hoffe jetzt nur noch ich bekomme es heute einigermaßen schadenfrei zur Schule und bin dann gespannt was meine Lehrerin mir darauf gibt!

Durch Klick auf die Bilder könnt ihr euch eine größere Version anschauen.

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Stricken Ritter?

Da wir über das Wochenende Besuch hatten und auf Burg Regenstein Ritterspiele waren zog es uns dorthin. Nach tagelangem Regen war uns das Wetter wohlgesonnen.

Jeder, der mal in der Nähe ist, sollte sich die alte Burgruine anschauen.

Zu Wikinger- oder Ritterspielen sind immer tolle Schausteller da. Im April konnte man die Band Fabula und Feuerspucker bewundern, diesmal einen Fakir und ritterliche Schwertkämpfer.
Für das leibliche Wohl ist bei jeder Menge Leckereien immer gesorgt und so gehört das Honigbier schon zum regelmäßigen Muss.

Umso überraschter war ich, als mein Blick etwas Farbenfrohes aus dem Augenwinkel erblickte. Bei genauerem Betrachten entpuppte es sich als Zelt mit Wolle. Magisch angezogen stand ich davor und konnte dann sogar einem Mann beim Spinnen zugucken. Auf seinem Ashford-Rad verzwirnte er gerade Garn. Im Nachhinein ärgert es mich ihn nicht gefragt zu haben ob ich auch mal mein Glück versuchen dürfte.
Im Angebot hatte er von kardierter, gefärbter Wolle über Lacegarn bis hin zu Nadeln alles.

Diese zwei Schätze sind jetzt in meinem Besitz. Links seht ihr Sockenwolle, rechts das Lacegarn ‚Sonnenuntergang‘. Aus der SoWo könnte man sogar vier Sneakersocken stricken, so viel ist es.
Ein zusätzlicher Strang Sockenwolle in satten Rottönen wurde bereits an meine Mama verschenkt.

So hat sich der Besuch doch gleich in vielerlei Hinsicht gelohnt und ich habe an diesen Tag immer ein schönes Andenken. 

CSI

Es begab sich zu Weihnachten und eine Sauce köchelte auf dem Herd vor sich hin als diese plötzlich explodierte und eine Art Rohrschach-Test an unserer Tapete und jede Menge Fragezeichen über meinem Kopf hinterließ. Hätte ein Ermittler unsere Küche betreten, dann wäre ich schon sehr besorgt womöglich verhaftet zu werden. Eventuell müsste ich sogar in U-Haft bis 100%ig ausgeschlossen werden kann, dass einem potentiellen Opfer wohl kaum Bratensauce durch die Venen fließt. 
Jetzt können die Crime Scene Investigator mir jedenfalls nichts mehr nachweisen, denn dank anhaltendem Testosteronspiegels habe ich mir die Küche im Tapezierwahn vorgenommen – das Endergebnis wäre aber nur halb so schön wenn man nicht die Vorher-Bilder kennt. 

Das fürchterliche GerümpelGewürzregal neben der Tür war mir schon lange ein Dorn im Auge. Wie sehr man es versucht hat, es war keine Ordnung reinzubringen. Deswegen wurde es kurzerhand aussortiert und auf dem Flohmarkt habe ich auch schon einen würdigen Nachfolger gefunden.
Zudem lassen sich bei genauer Betrachtung neben dem Herd ein paar Saucenspuren entdecken. Mir ist noch immer ein Rätsel wie es dazu kommen konnte. 

Im Hintergrund seht ihr übriges die Empore. Neuigkeiten dazu folgen auch in Kürze. Aktuell haben wir noch Besuch weswegen meine Zeit knapp bemessen  und wenig Möglichkeit zum heimwerken vorhanden ist.

Für das Nachher-Ergebnis reicht es dennoch, und diesmal habe ich die Tapete in saucenfreundlicher Farbe gewählt – abwaschbar ist sie auch noch. 

Durch den Blitz wirkt sie heller, doch wie ich es auch bei Tag und Nacht versuche, der richtige Farbton wird nie getroffen. 

Zuviel Testosteron?

Ich weiß ja nicht ob ihr das auch kennt, aber manchmal packt es mich und ich muss etwas bauen. Es übermannt mich dieses Gefühl ich müsste etwas bauen – mit meinen eigenen Händen. Etwas Neues (er)schaffen.
Hätte ich ein Grundstück und das nötige Kleingeld, dann würde ich wahrscheinlich anfangen ein Fundament zu gießen. 

Auf jeden Fall bin ich heute mit meinem Bauplan zum Holzfachhändler meines Vertrauens gefahren und habe mir etwas MDF-Platte zurechtschneiden lassen. Ein guter Draht ist in diesem Fall das A&O, da ich doch recht fisselig-kleine Teile hatte (16 insgesamt).

Tipp: Holzhändler haben öfter Mal kleine Reststücke. Laßt sie euch doch mal zeigen und eventuell ergibt sich dann mit etwas Phantasie was?

Aber nun mal Tacheles. Ich arbeite an einem Blumenständer für den Flur. Ich weiß gar nicht mehr genau wie alles anfing, auf jeden Fall hatten wir letzte Woche auf einmal eine Pflanze zuviel (der Liebste hat einen grünen Daumen und ich kann aktuell nicht mal sagen was es überhaupt ist wobei ich vermute es handelt sich um einen Affenbrotbaum), die keinen Platz mehr fand. Auf dem Boden stehend wirkt sie etwas verloren (trotz knapp 1m Höhe), Licht braucht sie laut Aussage des Hobbygärtners auch nicht viel und so wäre der Flur ein schöner Ort, da dieser doch durch seine verwinkelte Form etwas verwaist wirkt.

So richtige Ergebnisse kann ich euch noch nicht präsentieren, denn ich habe keine passenden Spax-Schrauben im Haus und muss die erst besorgen. Aber ihr könnt schon den zukünftigen Standort und das Material bewundern.


Was für ein Glück, dass für mich ab morgen die Sommerferien beginnen. Ich freue mich total, weil ich mir eine Menge vorgenommen habe. 

Allgemein läuft das jetzt also unter meiner inoffiziell gestarteten Challenge ‚costumize home‘ (auf deutsch: mach aus dem Zuhause unser Zuhause). Längere Zeit habe ich Ideen bloss im Hinterkopf behalten und war etwas träge in der Umsetzung. Doch einiges passt irgendwie nicht mehr zu uns, gefällt einfach nicht oder ist zu Mainstream ohne persönliche Note. Grundsätzlich hat mich wohl vor allem der ganze Tilda-Kram auf den Trichter gebracht, dass ich den Landhausstil gar nicht mehr so altbacken finde – was natürlich auch an der neuen Definition liegen kann, die sich seit Ikea mit ihrem skandinavischen Touch durchgesetzt hat. Lange Rede (gar kein Sinn) – ich hätte gerne alles etwas heller und würde in Zukunft gerne Möbel im shabby chic-Look pimpen. Keine leichte Aufgabe, aber wahrscheinlich macht das den Reiz aus. Ausgeben möchte ich dafür natürlich so gut wie nichts, denn die vorhandenen Möbel sind alle noch in Ordnung und als Schüler hat man sowieso ein kleines Budget. Erste Anlaufstelle wird wohl am Sonntag ein Flohmarkt sein. Ich freu mich! 
Ich bin jedenfalls gespannt was sich da so in Zukunft in der Wohnung verändert.

PS: Es tut mir leid, dass ich bisher noch nicht auf eure lieben Kommentare geantwortet habe. Ich hole das bald nach! 

Gleich und gleich gesellt sich gern…

Wer mich kennt, der weiß, dass ich einen Faible für alles quietschig bunte habe. Es gibt auch nur eine Sache, die ich noch weniger mag als weiße Wände – nämlich gar keine… 
Leider sind der Liebsten und ich aber eher von der Gattung ‚gemütlich‘, weswegen es auch schon mal dauern kann bis wir Vorgenommenes auch in die Tat umsetzen. 

Aber jetzt mal ganz von vorne: es trug sich im Januar 2010 zu. Ein glückliches Pärchen kaufte sich ein neues Sofa und sie schlug vor die Wand dahinter farblich zu gestalten. ‚Durch Bilder‘ fragte er doch sie schüttelte den Kopf. Dafür sei die Wand zu groß. ‚Wollen wir streichen?‘ – doch auch dies gab es schon viel zu oft in der Vergangenheit. ‚Vliestapete‘ sagte sie nach kurzem Überlegen. Also ab in den Baumarkt und einen Haufen Geld für vier Rollen und etwas Bordüre ausgegeben…
Die Zeit flog vorüber, Frühling, Sommer und Herbst gingen ins Land und das Pärchen war noch immer glücklich, auch wenn die Freude ab und zu etwas durch das leidige Tapeten-Thema getrübt wurde. Der Mann hatte nie Zeit, und wenn er mal Zeit hatte dann fehlte die Lust.

Inzwischen wechselte sogar das Jahr und der Frau reichte es. Nein, sie sind noch immer ein Paar, aber ’so wird die Wand nie wieder aussehen‘ sagte sie sich festentschlossen.

Genug aus dem Märchenland. Gestern, an meinem freien Tag, reichte es mir und ich habe es fertig gemacht bevor es mich fertig macht. 
Nachdem ich in Kleinstarbeit die alte Tapete abgezogen haben (ich hasse es, wenn sie sich nicht anständig lösen lässt!) und die Wand grundierte, konnte ich mich heute ans Werk machen.

Ich bin stolz wie Bolle, da ich es fast alleine gemacht habe. Meine Befürchtungen es könnte schief werden (trotz selbstgebautem Lot), nicht zum Wohnzimmer/dem Sofa passen oder die Zusammenstellung der verschiedenen Tapeten wäre eventuell nicht optimal haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet.
Sowohl der Liebste als auch ich finden, dass es die ganze Mühe (und den Ärger) wert war, dennoch bin ich froh, dass ich es hinter mir habe. 


Nicht wundern, das Sofa steht auf dem Bild noch etwas im Raum (weshalb es sehr groß wirkt), damit die Tapete gleichmäßig belüftet wird und schön trocknen kann. 

Und was sagt ihr?