Die verstrickte Dienstagsfrage 30/2010

Das Wollschaf fragt:

Ich verwende sehr gern handgefärbte Wolle, die immer in Strängen geliefert wird. Erheblich weniger gern verbringe ich meine Zeit damit, diese Stränge mühsam per Hand zu Knäueln zu wickeln. Manchmal verheddert sich der Faden beim Wickeln, manchmal ist der Strang in sich verheddert, es gibt Knoten, die man fluchend aufdröseln muss, man hat keine passende Stuhlrückenlehne oder sonstwas zum Abwickeln des Garns – kurzum, die Zeit, die ich mit dieser höchst ungeliebten Tätigkeit gezwungenermaßen verbringe, würde ich viel, viel lieber ins Stricken investieren! Ich bin nämlich Strickerin, nicht Wicklerin. 🙂

Wo und wie macht ihr das mit dem Aufwickeln? Warum kriegt man die wunderschöne Wolle von den allseits bekannten Wollfärbekünstlerinnen nicht gewickelt? Gehört das mit zum Mythos „handgefärbte Wolle“ oder gibt es einen sachlichen Grund dafür?

Herzlichen Dank an Karin für die heutige Frage!

Ich habe das Glück eine Mama zu haben, die gerne Wolle wickelt! Da könnte ich die Stränge also hinbringen und verknäulen lassen – mache ich aber nicht, da ich entweder direkt vom Strang stricke, was manchmal zu einem ganz schönen Wust führt, oder ich wickel den Kram selber. Aber auch ich würde meine Zeit lieber mit stricken statt wickeln verbringen.

Handgefärbte Wolle wird meines Erachtens nach als Strang versendet, da es für den/die Verkäufer/in ein zu großer Aufwand wäre das zu wickeln.

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Die verstrickte Dienstagsfrage 28/2010

Das Wollschaf fragt:

Man findet immer mehr Anleitungen für Tiere, auch Phantasietiere oder Amigurumis, die aber wohl öfter gehäkelt werden.
Mittlerweile kann man sogar gestrickte Bakterien oder Viren anfertigen. Und die Anleitungen für ganz abstrakte Sachen
werden beispielsweise von Mochimochiland angeboten.

– Hast du auch schon einmal Tiere, Amigurumis o. ä. angefertigt? Welche?
– Welche faszinieren dich am meisten?
– Fertigst du sie regelmäßig an? – Für dich oder als Geschenk?
– Wieviel Zeit investierst du in so ein „Kleinteil“?
– Ist das für dich eine Art Resteverwertung oder kaufst du das Garn dafür separat?
– Entwirfst du selbst oder strickst du nach?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Ja, auch an mir ist der Amigurumi-Trend nicht vorbeigegangen. Aufmerksame Leser meines Blogs dürften sich noch daran erinnern, den anderen hilft sicherlich der gleichnamige Menüpunkt in der Sidebar weiter.

Um die Fragen mal nacheinander abzuarbeiten beginne ich bei der Faszination. Je kleiner, je besser lautet da meine Devise und sie müssen total verniedlicht sein. Außerdem finde ich Hello Kitty-Amigurumi’s super. Bin schon ewig auf der Suche nach den begehrten japanischen Anleitungsbüchern – bisher leider erfolglos. Falls jemand Tipps hat oder mir so ein Buch besorgen kann würde ich mich riesig freuen (als Dank lasse ich sogar ein selbstgemachtes Kätzchen springen!).

Regelmäßig fertige ich sie nicht. Dafür habe ich einfach zu wenig Verwendung dafür. Als Deko möchte ich mir auch nicht alles hinstellen und so mache ich sie ab und zu als Giveaway. Die Zeit, die ich dabei investiere, hängt natürlich davon ab, wie lange es dauert, bis es fertig ist. Ich setze mir da keine Deadlines. Dafür ist es schließlich ein Hobby! Als grobe Richtwerte habe ich aber schon zwischen 3 und 7 Stunden an einem Amigurumi zu tun.

Resteverwertung oder Neukauf? Sowohl als auch. Da ich für Amigurumi’s vorzugsweise unifarbenes Garn benutze und meine Wollreste größtenteils aus Sockenwolle bestehen muß ab und an schon mal was gekauft werden. Bin aber kein großer Freund von Häkelgarnen und versuche deshalb so gut es geht auf normale Wolle auszuweichen (im Idealfall ein ausreichender Rest).

Bei den Modellen vertraue ich auf Muster. Habe aber auch schon einen eigenen Entwurf gemacht, dieser war aber recht simpel. Besonders empfehlen kann ich ‚Creepy Cute Crochet‘ von Christen Haden. Gibt’s bei Amazon für wenig Geld und es sind sooo tolle Sachen dabei. Ansonsten googlen oder mal bei Etsy, Dawanda und Ravelry schauen.

die verstrickte Dienstagsfrage 14/2010 – 27/2010

die verstrickte Dienstagsfrage 14/2010

Das Wollschaf fragt:

Wie strickt ihr Socken? Klassisch mit 4-5 Nadeln vom Schaft aus, Toe-up, mit ein oder zwei Rundstricknadeln oder gibt es noch mehr Techniken?

Herzlichen Dank an Sabine für die heutige Frage!

Am liebsten stricke ich Socken mit einem klassischen Nadelspiel (5 Nadeln). Toe-Up’s habe ich schon probiert, empfinde ich allerdings als kniffeliger im Vergleich zum ‚vom-Bündchen-runter‘. Ist wahrscheinlich nur Übungssache. 

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die verstrickte Dienstagsfrage 16/2010

Das Wollschaf fragt:

Was strickt ihr am Liebsten.
Ändert sich eure Vorliebe von Zeit zu Zeit, oder habt ihr absolute Strick-Favoriten, wie z.B. Socken oder so?
Wovon ist es abhängig, was ihr gerne strickt?
Gibt es Zeiten, in denen ihr überhaupt nicht strickt, und warum?

Herzlichen Dank an Angi für die heutige Frage!

Am liebsten stricke ich Lace, am meisten alllerdings Socken, weil die schneller fertig sind und ich mich nicht so auf ein Muster konzentrieren muß. Wann ich was stricke hängt von der Zeit ab, die mir zur Verfügung steht, der aktuellen Lust und auch von der Jahreszeit. Jetzt im Sommer greife ich am liebsten zu Lace und leichten Sommergarnen für Socken.

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die verstrickte Dienstagsfrage 17/2010

Das Wollschaf fragt:

Eine Frage an diejenigen, die Schals, Tücher und ähnliches stricken! Was macht ihr mit den Anfangs- bzw. Endfäden? Vernäht ihr die Fäden oder was macht ihr mit ihnen?

Herzlichen Dank an Sabine für die heutige Frage!

Ich mache einen kleinen Knoten und vernähe sie. Hat jemand eine bessere Methode?

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die verstrickte Dienstagsfrage 18/2010

Das Wollschaf fragt:

Welche Ferse strickt ihr bevorzugt und welche Spitze oder habt ihr eine Eigenkreation entwickelt?

Herzlichen Dank an Sabine für die heutige Frage!

Ich stricke eine abgewandelte Bandspitze, d.h. ich stricke nicht bis noch 3 Maschen auf der Nadel sind, dann zwei zusammen bzw. mit Überzug und die letzte dann rechts sondern lasse die rechten Maschen am Ende weg, also bis nur noch 2 Maschen auf der Nadel sind. Die Sternspitze ist aber auch ganz schön.

Bei der Ferse habe ich mit der Bumerang-Ferse begonnen, diese spannt mir auf dem Fußrücken allerdings zu sehr. Die Käppchen-Ferse ist mir viel zu beulig weswegen ich irgendwann durch amerikanische Socken-Bücher zur klassischen Ferse gekommen bin. Diese  passt sich super jeder Fersenform an und ist schön elastisch. Für mich das Nonplus Ultra!

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die verstrickte Dienstagsfrage 19/2010

Das Wollschaf fragt:

Mit welchen Nadeln strickt ihr am liebsten? Welche Marke, welches Material, welches System (Rundstricknadeln, Nadelspiele…)

Herzlichen Dank an Tabemi für die heutige Frage!

Ich schwöre, wie inzwischen alle Leser hier mitbekommen haben, auf meine KnitPicks / KnitPro. Sowohl bei Sockennadelspielen wie auch den Stricknadel-Systemen.

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die verstrickte Dienstagsfrage 20/2010

Das Wollschaf fragt:

Hallo Wollschaf,

eventuell gabs diese Frage schon mal, vielleicht aber auch nicht: Ich würde einfach gerne mal wissen, wie das bei den Leuten so ist. Also:
Wieviele der Pullover und Jacken, die ihr für euch selbst gestrickt habt, tragt ihr auch tatsächlich? Wobei „tatsächlich tragen“ „mindestens einmal im Monat“ und „in der Öffentlichkeit“ bedeutet.

Vielen Dank an Nina für die heutige Frage!

Also meinen Poncho habe ich bis jetzt erst 1x getragen.

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die verstrickte Dienstagsfrage 21/2010

Das Wollschaf fragt:

Welche Bücher sind Musthaves (für Handstricker und Maschinenstricker), welche kann man sich schenken?

Herzlichen Dank an Tanja für die heutige Frage!

Ich hatte bis jetzt noch nie ein Sockenstrickbuch, bei dem ich richtig enttäuscht war. Musthaves sind definitiv die Bücher von Erika Knight. Super Muster für jede Gelegenheit!

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die verstrickte Dienstagsfrage 22/2010

Das Wollschaf fragt:

Nach meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Arten von Strickerinnen, grob konnte ich folgende Kategorien feststellen:

– die Forscherin: erschließt sich gern neue Techniken, ist an neuen Methoden sehr interessiert, eignet sie sich an und integriert sich gern in ihre Strickpraxis
– die Beständige: hat ein festes Repertoire an Techniken, aus denen sie schöpft, ist an einer Erweiterung nicht sehr interessiert.
– die Historikerin: interessiert sich für das Stricken in der Vergangenheit, von Vintage Knits über vergangene Jahrhunderte bis hin zu mittelalterlichen Vorläufertechniken. Rekonstruiert gern.
– die Innovative: ihr geht es darum, auch stricktechnisch die neuesten Trends aufzunehmen und zu verarbeiten.
– die Selbstlose: strickt meist für wohltätige Zwecke und/oder andere (Familie, Freunde, auch Auftragsarbeiten)
– die Avantgardistin: ihre Strickpraxis beginnt dort, wo andere längst aufgehört haben: sie arbeitet mit Plastikbändern, Draht, Kassettenbändern, ist im Freeformbereich tätig oder strickt prinzipiell ohne Anleitung.
– die, die Faserverarbeitung wörtlich nimmt: strickt vor allem mit Materialien, die sie, soweit es ihr möglich ist, selbst verarbeitet hat (Schafe scheren, Wolle waschen, Kardieren, Färben, Spinnen etc.)

Kaum jemand erfüllt eine Kategorie vollständig (Schafe scheren …) oder gehört ausschließich einer einzigen Kategorie an. Wo würdest Du Dich sehen? Bist Du damit zufrieden oder würdest Du Dir gerne etwas anderes erschließen?

Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!

Sehr interessante Frage! Würde ich eine Kategorie wählen müssen, dann würde ich mich wohl für die Forscherin entscheiden, wobei ich lange zwischen dieser und der Innovativen geschwankt habe.

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die verstrickte Dienstagsfrage 23/2010

Das Wollschaf fragt:

Lest ihr englische Strickbücher? Welche?

Herzlichen Dank an Tabemi für die heutige Frage!

Meine beiden Liebsten sind ‚Favourite Socks‘ und ‚Sock Innovation‘. Beide kann ich wärmstens empfehlen!

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die verstrickte Dienstagsfrage 24/2010

Das Wollschaf fragt:

Katzen und Wollknäuel stehen sinnbildlich für den Haushalt einer Strickerin. Welches Haustier habt ihr (Männer und Kinder zählen hier nicht :D)?
Herzlichen Dank an raglannudel für die heutige Frage!

Da reihe ich mich doch ein und bekenne mich auch zu unseren Katzen – 3 Stück an der Zahl. Die sind aber viel zu faul um mit meinen Wollknäulen zu spielen.  

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die verstrickte Dienstagsfrage 25/2010

Das Wollschaf fragt:

Mir fällt auf, dass es immer mehr Vorlagen zum Stricken von Haushaltsgegenständen gibt und ich sehe auch in den Blogs interessante Strickstücke. Ich möchte keine Abgrenzung zwischen Gebrauchsgegenständen und Dekorativem machen, weil die Grenzen teilweise fließend sind. Hier ein paar Beispiele: Topflappen, Gläseruntersetzer, Spül-/Wischlappen, Schutzhüllen für heiße Gläser oder Tassen, Kunststrickdeckchen, Eierwärmer, Blumenübertöpfe, Teekannenwärmer, Toilettenrollen-Stölpchen, Tischsets/Tellerunterlagen, Topfuntersetzer, Lesezeichen, Einkaufstaschen, Halterungen für die Fernbedienung, Bade“schwämme“, um eine kleine Auswahl zur Anregung zu nennen.

– Hast du schon einmal Haushaltsgegenstände gestrickt? Welche?
– Wenn du noch keine gestrickt hast: warum nicht?
– Hast du für den eigenen Haushalt oder zum Verschenken gestrickt?
– Strickst du diese regelmäßig oder lässt du dich anstecken, wenn sie gerade als Hype durch die Blogs wandern?
– Entwirfst du selbst oder verwendest du Vorlagen?
– Strickst du sie aus Bedarf oder „für Spaß“?

Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Diese oben aufgelisteten Gegenstände klingen zwar interessant, sind aber irgendwie nichts für mich. Ich nähe gerne Haushaltshelfer und Deko, aber diese zu stricken ist mir noch nie in den Sinn gekommen.

Da man aber niemals nie sagen soll könnte auch ich mich eventuell anstecken lassen.

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die verstrickte Dienstagsfrage 27/2010

Das Wollschaf fragt:

Was ist für dich das perfekte Urlaubsgestrickt? Etwas Großes, Kompliziertes? Lieber etwas Kleines? Nach welchen Kriterien entscheidest du, was eingepackt wird?

Da wir uns bis jetzt noch nicht auf ein Urlaubsziel geeinigt haben, denn der Liebste will irgendwo Kultururlaub machen, mich zieht es aber in große Metropolen (bei denen man auch Kultur erleben kann, die aber nichts für den Liebsten ist), habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht.

Aber wenn ich was mitnehmen würde, dann wohl nur was Kleines. Socken, Lace o.ä.

Die verstrickte Dienstagsfrage 13/2010

Das Wollschaf fragt:

Da ich viel frei nach Schnauze stricke kommt es des öfteren vor, das ich auch mal ganze Teile wieder aufribbeln muss weil sie nicht passen. Mich würde interessieren, wenn ihr etwas strickt und es passt nicht. Wie oft trennt ihr maximal das gestrickte wieder auf bevor ihr es in eine Ecke schmeißt und dort liegen bleibt?
Herzlichen Dank an Martina für die heutige Frage!

Ist mir persönlich noch nicht  sehr oft passiert, da ich momentan aus Zeitmangel nur noch Socken stricke (und bei denen weiß ich ja die Größen vom Liebsten und mir).

Bei Lace oder größeren Projekten ist es aber so, dass es vor allem materialabhängig ist. Ist es ein undankbares Garn, dann verliere ich schneller die Lust und werfe es auf den Ufo-Stapel.  Ist es aber recht umgänglich, dann probiere ich gerne Mal rum, bis es passt.
Generell ist es aber so, dass ich dann lieber eine Maschenprobe mache und das Muster -so gut es geht- umrechne (ich stricke sonst nie frei Schnauze, sondern orientiere mich an Anleitungen), als planlos rumzuprobieren.

Die verstrickte Dienstagsfrage 12/2010

Das Wollschaf fragt:

Trotz recht gediegener Strickpraxis passieren immer wieder Pannen, dass man total falsch zunimmt, sich im Muster grandios verläuft, obwohl es klar zu erkennen wäre, ein Teil überhaupt nicht passt etc. Da kann man schon mal an seinem Verstand zweifeln.
Welches ist Euer allerdämlichster Strickfehler?

Herzlichen Dank an Jinx für die heutige Frage!

Hmm, das war wohl mal ein paar Sachen, dass für den rechten bzw. linken Fuß ein spiegelverkehrtes Muster des anderen hatte. Ich habe aber 2x das gleiche Muster gestrickt und es tatsächlich erst nach dem vernähen der Spitze beim anprobieren gemerkt. Der Socken musste dann komplett geribbelt werden.

Die verstrickte Dienstagsfrage 11/2010

Das Wollschaf fragt:

ich lese in etlichen Blogs mit und bin immer wieder fasziniert, was für tolle Modelle dort gestrickt werden und – gebe ich zu – auch etwas neiderfüllt. Ich stricke selbst sehr gern, kann aber nur ganz einfache Sachen (Socken, einfache Lochmuster), zu mehr reicht es irgendwie nicht. An Strickschriften und Vorlagen bin ich bisher noch jedesmal frustriert gescheitert, weil ich damit nicht klarkomme, und Pullover etc. auf meine Größe umrechnen ist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Ich lerne am besten, wenn mir jemand konkret zeigt, wie es geht, aber so jemanden gibt es in meiner Umgebung leider nicht.

Wie habt ihr so gut stricken gelernt? Learning by doing? Stricktreff irgendwo? Mama, Tante, Oma? Was ratet ihr jemandem, der nur Grundkenntnisse im Stricken hat – wie lernt man besser und komplizierter stricken und z.B. Vorlagen „lesen“?

Herzlichen Dank an Karin für die heutige Frage!

Das Stricken habe ich von meiner Oma gelernt, da war ich aber noch klein. Ich habe es dann erst vor etwa 3 Jahren wieder für mich entdeckt, da ich mich dabei entspannen kann und es eine Art Meditation für mich ist.
Vieles habe ich mir dann, anhand von Anleitungen in Strickzeitschriften und -büchern, selber beigebracht, und auch im Internet findet man viele Videos, die alles sehr genau erklären.
Wichtig ist in meinen Augen, dass man am Ball bleibt und viel Neues ausprobiert!